Wer im Bauwesen, in der Logistik, in der Technik oder in einem Lager arbeitet, weiß, dass ein Fehltritt schwerwiegende Folgen haben kann. Ein Nagel auf dem Boden, eine nasse Fläche oder ein herabfallendes Bauteil können schnell zu Verletzungen führen. Sicherheitsschuhe sind deshalb nicht nur praktisch, sondern häufig auch vorgeschrieben. Trotzdem ist die Auswahl schwierig: Welche Sicherheitsklasse benötigst du und welche zusätzlichen Eigenschaften sind wirklich sinnvoll?
Wann sind Sicherheitsschuhe vorgeschrieben?
In vielen Branchen muss der Arbeitgeber für einen sicheren Arbeitsplatz sorgen. Besteht das Risiko von Fußverletzungen, gehören dazu geeignete persönliche Schutzausrüstungen. Bei Gefahren durch Stöße, Quetschungen, Ausrutschen oder scharfe Gegenstände auf dem Boden reichen gewöhnliche Sneaker in der Regel nicht aus.
Die konkreten Anforderungen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung und den internen Sicherheitsvorgaben. Selbstständige haben zwar keinen Arbeitgeber, Auftraggeber können jedoch eigene Anforderungen festlegen.
Was bedeutet EN ISO 20345 in einfachen Worten?
Die europäische Norm EN ISO 20345 bildet die Grundlage für Sicherheitsschuhe. Vereinfacht gesagt verfügen Schuhe mit dieser Norm über eine Schutzkappe und erfüllen bestimmte Mindestanforderungen an Sicherheit und Haltbarkeit.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Sicherheitsklassen. Zwei häufig verwendete Klassen sind:
- S1P: hauptsächlich für trockene Umgebungen. Mit antistatischen Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich und Durchtrittschutz in der Sohle.
- S3: für anspruchsvollere Arbeitsbedingungen. Häufig mit wasserabweisendem Obermaterial, einem stärkeren Profil für mehr Halt und Durchtrittschutz.
Einige Beispiele aus der Praxis: In einem trockenen Lager, in dem viel gelaufen wird, ist S1P häufig passend. Auf einer Baustelle mit Schlamm, Regen und scharfkantigen Resten ist S3 dagegen meist die naheliegendere Wahl.
Abhängig von deinem Arbeitsplatz kannst du außerdem auf ESD-Schutz achten, der bei Arbeiten mit Elektronik relevant ist. Metallfreie Modelle sind praktisch beim Passieren von Sicherheitsschleusen und häufig leichter.
Warum sportliche Modelle einen Unterschied machen
Viele Beschäftigte sind den ganzen Tag auf den Beinen. Dann ist der Komfort ebenso wichtig wie der Schutz. Sportlich gestaltete Sicherheitsschuhe eignen sich besonders für Menschen, die sich viel bewegen, und können dazu beitragen, dass die vorgeschriebenen Schuhe konsequenter getragen werden.
Wer gezielt nach Optik und Schutz vergleichen möchte, kann sich an der Auswahl der DC Shoes Sicherheitsschuhe orientieren. Achte dabei auf die Sicherheitsklasse, eine rutschhemmende Sohle und darauf, ob das Modell zu deinem Untergrund und deinen Tätigkeiten passt.
Schritt für Schritt zur richtigen Auswahl und Beschaffung
- Ermittle die Risiken: nasse Böden, scharfe Gegenstände, schwere Lasten und elektrische Komponenten.
- Wähle die passende Sicherheitsklasse: S1P für überwiegend trockene und leichtere Arbeiten, S3 für rauere und feuchtere Bedingungen.
- Bestimme zusätzliche Anforderungen: ESD, metallfreie Ausführung, mehr Halt, Atmungsaktivität oder wasserabweisendes Material.
- Achte auf Passform und Größe: Zu schmale Schuhe verursachen Blasen, während zu weite Schuhe das Stolperrisiko erhöhen.
- Lege Regeln für den Austausch fest: Plane regelmäßige Kontrollen ein, insbesondere bei intensiver Nutzung.
Einkäufern hilft es, Marken und Modelle anhand ihrer Verfügbarkeit, Größenreihen und Eigenschaften zu vergleichen. Eine Übersicht verschiedener Optionen findest du unter Marken bei Proforto. So kannst du schneller die Modelle auswählen, die zu deinem Team passen.
Entscheidungen in Richtlinien und Anweisungen festhalten
Um spätere Diskussionen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die erforderlichen Sicherheitsklassen und Eigenschaften für jede Tätigkeit schriftlich festzuhalten. Denk beispielsweise an eine kurze Arbeitsanweisung, eine Dokumentation der Ausgabe und einen festen Kontrollzeitpunkt für Verschleiß.
Kurzer Haftungshinweis
Dieser Text enthält allgemeine Informationen und stellt keine individuelle Rechtsberatung dar. Bei Zweifeln zu gesetzlichen Pflichten oder Haftungsfragen solltest du eine Fachkraft oder einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

