Wann hast du eigentlich zuletzt unter deine Dunstabzugshaube geschaut? Bei mir war die ehrliche Antwort irgendwann: vor einem halben Jahr, ungefähr. Den Fettfilter reinigen dauert in der Regel nur eine Viertelstunde plus Einweichzeit, wenn du weißt, aus welchem Material er ist. Hier kommen die Fragen, die sich dabei fast alle stellen, und die kurzen Antworten darauf.
- Wie oft solltest du den Fettfilter reinigen?
- Welchen Filter hat deine Dunstabzugshaube?
- Darf der Fettfilter in die Spülmaschine?
- Wie reinigst du den Fettfilter von Hand?
- Was hilft bei hartnäckigem Fett? Fettfilter reinigen mit Natron
- Und was ist mit dem Kohlefilter?
- Fettfilter reinigen: noch kurz gefragt
Wie oft solltest du den Fettfilter reinigen?
Bei normalem Kochen etwa alle zwei bis vier Wochen. Wer oft brät, frittiert oder scharf anröstet, eher alle zwei Wochen, wer abends meist nur Nudeln kocht, kommt mit einmal im Monat gut hin. Manche Hauben haben eine kleine Anzeige, die nach einer bestimmten Zahl an Betriebsstunden aufleuchtet. Die ist nicht dumm, auch wenn man sie gern wegdrückt.
Woran du es sonst merkst: Der Filter fühlt sich klebrig an, die Lamellen sind gelblich bis bräunlich, und die Haube zieht spürbar schlechter. Der Bratgeruch hängt dann am nächsten Morgen noch in der Küche, manchmal auch im Flur. Und es gibt einen ernsteren Grund. Ein stark verfetteter Filter kann bei sehr hoher Hitze Feuer fangen, etwa wenn direkt darunter flambiert wird oder eine Pfanne mit Öl überhitzt. Also unter der Haube grundsätzlich nicht flambieren und den Filter nicht monatelang hängen lassen. Brennt doch einmal Fett: Haube und Herd aus, Deckel drauf, niemals mit Wasser löschen.
Welchen Filter hat deine Dunstabzugshaube?
Meistens einen Metallfilter aus Aluminium oder Edelstahl. Das zu wissen, spart dir später Ärger.
Aluminiumfilter sind leicht, oft aus mehreren Lagen Streckmetall und eher matt silbern. Edelstahlfilter wiegen spürbar mehr, wirken stabiler und haben oft schräg gestellte Lamellen. Im Zweifel steht das Material in der Bedienungsanleitung oder auf einem kleinen Aufkleber am Rahmen. Ältere oder sehr günstige Hauben arbeiten manchmal noch mit Vliesmatten: Die wäschst du nicht, die tauschst du aus, sobald sie sich verfärben.
Vor dem Ausbauen schaltest du die Haube aus und wartest, bis Kochfeld und Haube abgekühlt sind. Die Filter hängen meist mit einem Schnapper vorn am Rahmen. Halt den Filter beim Lösen mit der zweiten Hand fest, sonst landet er mit einem satten Scheppern auf dem Glaskochfeld (frag nicht, woher ich das weiß).
Darf der Fettfilter in die Spülmaschine?
Ja, meistens, aber es kommt aufs Material und auf den Hersteller an. Edelstahl verträgt die Spülmaschine in der Regel gut. Bei einem Fettfilter aus Aluminium in der Spülmaschine kann sich die Oberfläche dagegen verfärben, sie wird dunkler, grau bis fleckig. Das liegt am alkalischen Spülmittel, das Aluminium angreift. Die Filterwirkung leidet darunter meist nicht, schön ist es trotzdem nicht. Einige Hersteller raten bei Aluminium ausdrücklich zur Handwäsche, da lohnt der Blick in die Anleitung.
Wenn er hinein darf: senkrecht in den Unterkorb stellen, Lamellen nicht gegen die Sprüharme drücken, ein Programm mit 50 bis 65 Grad wählen. Am besten allein spülen oder zusammen mit robusten Töpfen, nicht mit Silberbesteck und feinen Gläsern. Danach unbedingt das Sieb der Maschine kontrollieren. Hast du eine Spülmaschine, die stinkt, liegt das oft an so einem vergessenen Sieb voller Fettreste. Ein guter Teil des gelösten Fetts landet nämlich genau dort, und es riecht nach ein paar Tagen ziemlich ranzig.
Wie reinigst du den Fettfilter von Hand?
Mit sehr warmem Wasser, Spülmittel und einer weichen Bürste. Wer bei der Dunstabzugshaube den Fettfilter reinigen will, ohne das Metall zu strapazieren, ist damit am sichersten unterwegs, gerade bei Aluminium.
Füll das Spülbecken mit möglichst heißem Wasser, so heiß, wie es aus der Leitung kommt, und gib einen kräftigen Schuss Spülmittel dazu. Ist der Filter größer als das Becken, geht auch die Badewanne mit einem alten Handtuch auf dem Boden, damit nichts verkratzt. Leg den Filter 15 bis 30 Minuten hinein. Das Wasser färbt sich langsam gelblich, und es riecht kurz nach alter Bratpfanne. Danach bürstest du in Richtung der Lamellen, nicht quer, spülst mit heißem Wasser nach und stellst ihn senkrecht zum Abtropfen hin. Einsetzen erst, wenn er wirklich trocken ist.
Was hilft bei hartnäckigem Fett? Fettfilter reinigen mit Natron
Natron im heißen Wasser löst auch verharztes, fast lackartiges Fett. Für ein normales Spülbecken nimmst du etwa drei bis vier Esslöffel, dazu wieder Spülmittel. Es schäumt kurz auf, wenn das Wasser heiß ist, das ist normal. Nach 20 bis 30 Minuten Einweichen lässt sich das Fett meist abbürsten.

- Edelstahl: Natron ist unproblematisch, auch wiederholt.
- Aluminium: nur kurz einweichen, nicht über Nacht. Auch Natron kann Aluminium dunkel anlaufen lassen.
- Kein Backofenspray und kein Waschsoda auf Aluminium, beides ist stark alkalisch und greift das Metall an.
- Gummihandschuhe tragen, heißes Wasser mit Natron und Fett ist nichts für die Haut.
- Keine Stahlwolle: Sie verkratzt die Oberfläche, dort haftet neues Fett noch besser.
Für dicke Krusten an den Rändern rührst du Natron mit wenig Wasser zu einer Paste und lässt sie eine Weile einwirken. Das Prinzip kennst du vielleicht vom Reinigen des Backofens mit Hausmitteln, und es funktioniert hier genauso geduldig. Zehn Minuten länger warten ersetzt eine Menge Schrubben.
Und was ist mit dem Kohlefilter?
Den wäschst du nicht, den tauschst du in der Regel aus. Er sitzt bei Umlufthauben hinter dem Fettfilter und bindet Gerüche, nicht Fett.
Je nach Hersteller und Kochgewohnheit hält ein Kohlefilter etwa drei bis sechs Monate. Merkst du, dass Essensgerüche trotz laufender Haube in der Wohnung bleiben, ist er meist gesättigt. Es gibt allerdings regenerierbare Kohlefilter, die man nach Herstellerangabe im Backofen ausheizt und dann wieder verwendet. Das geht nur mit genau diesen Modellen, ein normaler Kohlefilter gehört weder in den Ofen noch ins Wasser.
Fettfilter reinigen: noch kurz gefragt
Hilft Essig gegen das Fett?
Kaum. Essig löst Kalk, aber Fett nur schlecht. Spülmittel oder Natron sind hier die bessere Wahl.
Und wenn der Filter nach dem Reinigen noch klebt?
Dann noch ein zweites Bad, mit frischem heißem Wasser. Bei sehr alten, verbogenen Filtern lohnt sich irgendwann ein Ersatzteil, je nach Modell etwa 15 bis 40 Euro.
Muss die Haube selbst auch sauber gemacht werden?
Ja, und am besten gleich mit. Solange der Filter draußen ist, wischst du bei ausgeschalteter Haube die Innenseite mit warmem Spülmittelwasser aus, vorsichtig um Lampen und Kabel herum, mit einem gut ausgewrungenen Tuch. In einer kleinen Küche verteilt sich Fett ohnehin schneller auf Regalen und Fronten, da merkt man den Unterschied besonders.
Ein sauberer Filter, eine Haube, die wieder hörbar zieht, und eine Küche, die am nächsten Morgen nach Kaffee riecht statt nach Bratkartoffeln von gestern. Auf Wohnspire gibt es noch mehr solcher kleinen Handgriffe, aber vielleicht trägst du dir zuerst den nächsten Filtertermin in den Kalender ein, in vier Wochen.
