Terrasse neu gestalten

Terrasse neu gestalten: Ideen für mehr Komfort und eine bessere Nutzung

Eine Terrasse wird bei der Planung von Wohn- und Gewerbeimmobilien noch immer gern unterschätzt. Dabei kann sie deutlich mehr sein als ein paar Quadratmeter mit Gartenmöbeln. Gerade bei Häusern, Ferienunterkünften, Gastronomiebetrieben oder Bürogebäuden lässt sich der Außenbereich gezielt als zusätzlicher Aufenthaltsraum nutzen. Dafür muss nicht gleich alles herausgerissen und komplett neu gebaut werden.

Oft reichen schon einige gut geplante Veränderungen, um eine Terrasse deutlich funktionaler und einladender zu machen. Entscheidend ist vor allem, sich zuerst Gedanken darüber zu machen, wie der vorhandene Platz tatsächlich genutzt werden soll. Erst danach kommen Möbel, Materialien und bauliche Elemente ins Spiel.

Zuerst den Grundriss neu denken

Bevor neue Möbel bestellt oder der Boden ausgetauscht wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die bestehende Aufteilung. Häufig liegt das Problem nämlich gar nicht an der Terrasse selbst, sondern daran, dass der vorhandene Platz ungünstig genutzt wird. Stehen alle Möbel am Rand, bleibt in der Mitte viel ungenutzte Fläche. Gleichzeitig fehlen klar erkennbare Bereiche zum Essen, Entspannen oder Arbeiten.

Hilfreich ist deshalb eine einfache Zonierung. Ein Teil der Terrasse kann beispielsweise als Essbereich dienen, während in einer anderen Ecke eine gemütliche Lounge entsteht. Bei einem Unternehmen lässt sich zusätzlich ein kleiner Bereich für informelle Meetings oder Kundengespräche einrichten.

Auch Sonne und Wind sollten berücksichtigt werden. Wo scheint morgens die Sonne? Welche Ecke wird am Nachmittag besonders heiß? Und aus welcher Richtung kommt bei schlechtem Wetter der Wind? Solche Details wirken zunächst nebensächlich, bestimmen aber maßgeblich, ob eine Terrasse im Alltag wirklich angenehm ist.

Mit einer Überdachung die Terrasse länger nutzbar machen

Eine Terrasse ist nur dann wirklich praktisch, wenn sie nicht ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein genutzt werden kann. Regen, starke UV-Strahlung oder ein plötzlicher Wetterumschwung können die Nutzung sonst ziemlich schnell einschränken. Eine hochwertige Überdachung schafft hier deutlich mehr Spielraum.

Eine Terrassenüberdachung von Tuinmaximaal kann beispielsweise dafür sorgen, dass der Außenbereich besser vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist, ohne dass die Terrasse ihren offenen Charakter verliert. Gerade bei modernen Gebäuden lässt sich eine solche Konstruktion relativ harmonisch in die Architektur integrieren.

Für Gastronomiebetriebe oder Hotels kann das einen ganz praktischen Effekt haben. Wenn Tische auch bei wechselhaftem Wetter draußen genutzt werden können, verlängert sich die Saison für den Außenbereich. Privat sorgt eine Überdachung wiederum dafür, dass die Terrasse nicht nur an wenigen heißen Sommertagen interessant ist.

Dabei sollte nicht allein auf das Design geachtet werden. Materialqualität, Entwässerung, Statik und die Ausrichtung der Konstruktion spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine Überdachung muss schließlich nicht nur gut aussehen, sondern auch mit dem lokalen Wetter klarkommen.

Mit Glas offen bleiben und trotzdem geschützt sitzen

Eine Überdachung schützt vor oben kommenden Wetterbedingungen, an den Seiten bleibt die Terrasse allerdings häufig weiterhin dem Wind ausgesetzt. Besonders auf größeren, offenen Grundstücken kann das die Aufenthaltsqualität deutlich reduzieren. Gleichzeitig möchte niemand aus einer luftigen Terrasse einen komplett geschlossenen Raum machen.

Schiebbare Glaselemente bieten hier eine interessante Lösung. Eine Glasschiebewand kann je nach Wetterlage komplett geöffnet oder geschlossen werden. An einem warmen, windstillen Tag bleibt die Terrasse dadurch nahezu vollständig offen. Wird es draußen ungemütlich, lassen sich die Glasflächen einfach zusammenschieben und schaffen zusätzlichen Schutz.

Ein weiterer Vorteil ist die erhaltene Sicht nach draußen. Anders als bei massiven Wänden blockiert Glas weder Tageslicht noch den Blick in den Garten oder auf die Umgebung. Gerade bei modernen Wohnhäusern entsteht dadurch eine fließende Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich.

Auch für gewerbliche Flächen kann dieses Prinzip interessant sein. In der Gastronomie lassen sich Sitzbereiche flexibler gestalten, während Unternehmen geschützte Außenflächen für Pausen oder Gespräche schaffen können.

Einen neuen Boden für einen komplett anderen Look

Der Boden wird bei der Neugestaltung einer Terrasse gerne vergessen. Dabei beeinflusst er den Gesamteindruck enorm. Eine alte Betonfläche kann beispielsweise funktional noch völlig in Ordnung sein, wirkt aber schnell langweilig oder ungepflegt.

Naturstein, Feinsteinzeug und hochwertige Terrassendielen bieten deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Auch Verbundmaterialien sind interessant, wenn eine pflegeleichte Oberfläche gefragt ist. Wichtig ist allerdings, nicht nur nach der Optik zu entscheiden.

Ein Material sollte zu den örtlichen Bedingungen passen. Auf einer stark sonnigen Terrasse können sich manche Oberflächen deutlich aufheizen. In Bereichen, die häufig nass werden, sind Rutschfestigkeit und eine gute Entwässerung besonders wichtig. Bei gewerblich genutzten Terrassen kommen zusätzlich Belastbarkeit und einfache Reinigung dazu.

Auch der Pflegeaufwand sollte realistisch eingeschätzt werden. Naturmaterialien können beispielsweise regelmäßige Behandlung benötigen, während andere Oberflächen deutlich weniger Arbeit machen. Wer diese Punkte vor dem Kauf berücksichtigt, spart sich später unnötige Kosten und Renovierungsarbeiten.

Mehr Natur durch biophiles Terrassendesign

Pflanzen gehören natürlich zu fast jeder Terrasse. Moderne Gestaltung geht inzwischen aber einen Schritt weiter. Beim sogenannten biophilen Design wird versucht, natürliche Elemente gezielt in die gesamte Gestaltung einzubauen.

Das kann mit größeren Pflanzflächen, natürlichen Holzoberflächen, Naturstein oder begrünten Wänden funktionieren. Auch kleine Wasserelemente können eingesetzt werden, sofern Platz und bauliche Voraussetzungen dafür vorhanden sind. Es geht dabei weniger darum, möglichst viele Pflanzen aufzustellen, sondern um ein stimmiges Zusammenspiel verschiedener natürlicher Materialien und Strukturen.

Gerade in dicht bebauten Wohngebieten kann eine solche Gestaltung einen deutlichen Unterschied machen. Eine Terrasse mit Holz, Pflanzen und natürlichen Oberflächen wirkt häufig wärmer und weniger technisch als eine reine Beton- oder Steinfläche.

Für Unternehmen spielt dieser Ansatz ebenfalls eine Rolle. Ein attraktiv gestalteter Außenbereich kann beispielsweise bei Hotels, Restaurants oder Bürogebäuden Teil des gesamten Erscheinungsbildes werden. Kunden und Mitarbeiter nehmen solche Räume nicht isoliert wahr, sondern verbinden sie mit dem Charakter des jeweiligen Unternehmens.

Beleuchtung nicht erst am Schluss planen

Eine Terrasse, die tagsüber gut funktioniert, kann abends trotzdem schnell ungemütlich wirken. Deshalb sollte die Beleuchtung nicht erst ganz am Ende der Planung berücksichtigt werden.

Statt eine einzige helle Lampe zu montieren, ist eine Kombination verschiedener Lichtquellen meist angenehmer. Indirekte Beleuchtung kann beispielsweise bestimmte Bereiche hervorheben, während kleinere Leuchten Wege, Stufen oder Sitzflächen ausleuchten.

Unter einer Überdachung lassen sich Leuchten direkt in die Konstruktion integrieren. An den Seiten können dezente Lichtquellen für zusätzliche Orientierung sorgen. Bei größeren Terrassen ist es außerdem sinnvoll, verschiedene Beleuchtungszonen getrennt zu steuern. So muss nicht jedes Licht eingeschaltet werden, wenn nur der Essbereich genutzt wird.

Auch die Lichtfarbe spielt eine Rolle. Warmweißes Licht erzeugt typischerweise eine entspannte Atmosphäre, während neutralere Lichtfarben eher für Arbeits- oder Funktionsbereiche geeignet sind. Gerade bei gewerblichen Terrassen sollte die Beleuchtung zudem so geplant werden, dass sie weder Gäste noch Nachbarn unnötig blendet.